Berlin

Landesvertretung Hessen

Bauherr: Staatsbauamt Wiesbaden
Architekten: Christl + Bruchhäuser Architekten, Frankfurt
Bauzeit: 1999 – 2001
BRI: 23.000 m³
Baukosten: 12 Mio. €
Leistungen H&P: Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung
Fotos ©: H&P Bauingenieure
Die Landesvertretung im Bautypus einer Stadtvilla leistet einen individuellen Beitrag zur ökologischen Entwicklung des Bauens in der Stadt. Entwurfsidee für die Gestaltung der hessischen Landes-vertretung sind die Struktur und das optimierte ökologische System eines Baumes. Übertragen auf das Gebäude äußert sich das im äußeren Erscheinungsbild in gestapelten Kuben und Quadern, im Inneren durch den  Einsatz ökologisch sinnvoller und energiesparender Systeme in der Baukonstruktion und der Haustechnik. Die einzelnen Nutzungsbereiche wurden baulich so angeordnet, dass sie eine enge Verknüpfung des Raumgefüges gewährleisten, zugleich ihre Funktionen als möglichst eigenständige Baukörper ablesbar bleiben. Das Raumprogramm umfasst Büro und Repräsentationsräume, einen ca. 200 m² großen Veranstaltungssaal, im 4. OG den Wohn- und Gästebereich für den hessischen Ministerpräsidenten sowie im Erdgeschoss zwei gastronomische Einrichtungen, ein allgemein zugängliches Lokal am Eingang und eine nicht öffentliche Hessenstube auf der Gartenseite. Die Konstruktion besteht aus konventionellen Tragwerken aus Stahlbeton und Mauerwerk, welche  zugleich als Wärmespeicher dienen. Ökologische Maßnahmen in der Haustechnik sind der Einsatz einer thermischen Solaranlage und Regenwassernutzung. Dachbegrünung, Wasserflächen und Bepflanzungen um das Gebäude unterstützen die natürliche Klimatisierung. Reminiszenz an das Land Hessen ist die Verwendung von Mainsandstein in der Fassade.