Potsdam

Biosphäre und BUGA-Blumenhalle

Bauherr: Stadt Potsdam, vertreten durch Entwicklungsträger Bornstedter Feld
Architekt: Barkow Leibinger Architekten, Berlin
Bauzeit: 1.BA: 2000 bis 2001, 2.BA: 2002
BRI: 74.627 m³
Baukosten: 26 Mio. € (1.+ 2.BA)
Leistungen H&P: Generalplaner, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung
Fotos ©: H&P Bauingenieure; 3 Werner Huthmacher/artur
Ausstellungsgebäude, Gewächshaus und Biosphäre - die Blumenhalle der Bundesgartenschau 2001 wird im Anschluß an die halbjährige Veranstaltung von der CxX Entertainment als kommerzieller botanischer Garten genutzt. Das Konzept der 200 Meter langen Halle resultiert aus einer historisch bedingten Besonderheit des Ortes. Potsdam hat eine lange Tradition als Militärstützpunkt. Das Bornstedter Feld - das heutige Gelände der BUGA - wurde von den Preußen bis zu den Sowjets als Aufmarsch- und Truppenübungsplatz genutzt. Zum Schutz ihrer Kasernen legten die Sowjets eine Reihe von Erdwällen an. Diese Landschaftsformation bildet den Grundstock für die Blumenhalle. Die bestehenden Wälle wurden erweitert; die Ausgrabungen für die neuen Wälle bilden jetzt eine teilweise Umfassung für die Halle. Das neu geschaffene Tal am Fuß der Wälle, eine ansteigende und abfallende Bodenebene, wurde mit einem Flachdach aus Stahlbetonfertigteilbindern und Oberlichtern überdeckt und mit einer Stahl-Glas-Fassade geschlossen. Die gesamte Konstruktion ruht auf Ortbetonstützen. Die Wälle sind mit unterschiedlichen Materialien bekleidet: mit Grünpflanzen und Blumen im Süden, mit Holzstämmen und Beton im Norden. Aushöhlungen und Einschnitte bringen Tageslicht ins Innere der Wälle, schaffen Platz für Gastronomie und Gebäudetechnik.