Göttingen

Staats- und Universitätsbibliothek

Bauherr: Land Niedersachsen
Architekt: Prof. Gerber, Dortmund
Bauzeit: 1986 - 1991
BRI: 190.000 m³
Baukosten: 61 Mio. €
Leistungen H&P: Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung
Fotos ©: H&P Bauingenieure
Die SUB ist mit 3,6 Millionen Bänden und 20  Sonder­sam­mlungen eine der größten Bibliotheken in Deutschland. Die Ursprünge der alten Bibliothek gehen zurück bis in das Jahr 1794, sie sind die Keimzelle der Georg-August-Universität. Da die historischen Gebäude für die Bestän­de und deren angemessene Nutzung zu kleinteilig wa­ren, wurde zur Steigerung der Funktions­fähigkeit und als Magazinreserve ein Neubau inklusive Neukonzep­tion der Bibliothek beschlossen. Die Folge ist eine Zweitei­lung: Beständelagerung in den Altbauten, Bereitstel­lung des Hauptbestandes und Einrichtung von Arbeits­räumen und Verwaltung im Neubau.

Die Stand­ortwahl fiel auf das Geisteswissenschaftliche Zentrum (GWZ) der Universität am nördlichen Rand der Innen­stadt. Die Baustruktur der neuen Bibliothek basiert auf der funktionalen Optimierung und der städtebaulichen Einbin­dung. So orientiert sich der L-förmige Verwaltungs­trakt im Norden an den orthogonalen Gebäudeformen des benachbarten zentralen Hörsaalgebäudes und der Haupt­mensa. Im Süden erstrecken sich die fünf transparenten, in offenen Raumgefügen organisierten, da­bei fingerförmig angeordneten Lese- und Freihand­zo­nen in den Park an den Wallanlagen der Altstadt.