Leipzig

Alte Nikolaischule

Bauherr: Kulturstiftung Leipzig
Architekten: Sudau/Storch + Ehlers, Leipzig/Hannover
Bauzeit: 1992 - 1994
Baukosten: 6 Mio. €
Leistungen H&P: Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung
Fotos ©: OzOn A. Otto & F. Ostermann, Dortmund
Die Geschichte der Schule geht zurück bis ins Jahr 1498. Damals beschloß der Rat der Stadt den Bau der ersten nicht-konfessionellen Bürgerschule Deutschlands. Die Schule brachte so berühmte Schüler wie Gottfried Wil­helm Leibniz und Richard Wagner hervor. Direkt gegen­über der Nikolaikirche gelegen, Symbol der Bürger­rechts­bewegung Ende der 80er Jahre, stand das Gebäude zu jener Zeit allerdings leer – wegen Baufälligkeit gesperrt. 1988 mußte aufgrund Einsturzgefahr zudem die Rück­seite abgerissen werden. 1990 schließlich wurde in Zu­sammenarbeit der Städte Leipzig und Frankfurt/Main das Baudenkmal weitgehend rekonstruiert. Das historische Erscheinungsbild am Nikolaiplatz konnte trotz zahlreicher Um- und Einbauten wiederhergestellt werden. Auf der Rückseite wurde als gestalterisches und funktionales Pendant zum historischen Gebäude ein neues Treppenhaus aus Sichtbeton angebaut: über die gesamte Fassadenbreite, vier Meter tief und mit seinem Glasdach nahezu gebäudehoch. Die alte Nikolaischule – heute Kultur- und Begegnungszentrum – wird nun vielfältig genutzt. Im Untergeschoß befinden sich Ausstel­lungsräume der Technischen Universität, im Erdgeschoß ein Cafe und ein Restaurant, im ersten Obergeschoß ein kleines Museum, darüber ein Veranstaltungssaal sowie die Büroräume der Sächsischen Architektenkam­mer und des Bauherrn, der Kulturstiftung Leipzig.